10 konkrete Möglichkeiten für den Textilservice …

10 Chancen für Wäschereien in der Corona Krise

Der erste Schock der Corona Krise ist überwunden und es geht nun darum das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. In diesem Artikel möchte ich auf ganz konkrete Themen für Wäschereien eingehen.

Es geht dabei in erster Linie um Maßnahmen die wenig kosten, wobei viele kleine Verbesserungen auch insgesamt sehr viel bewirken können.

Hier das Video zum Thema:

1. Spezielle Angebote für Kunden

Elis hat berichtet, dass sie den Kunden nun ein Angebot für die Neueröffnung machen (Desinfektionsmittel etc.) und auch die TRSA (Textile Rental Service Association) empfiehlt zum Beispiel für Restaurants Mehrweg Tischwäsche (hier zum Artikel: link) und eine Aufstockung von Berufsbekleidung anzubieten.

Konkret wird den Restaurants empfohlen:

  1. Verwendung von neuer Tischwäsche für jeden Gast. Die Tischwäsche kann auch verwendet werden um die Abstandsregeln visuell darzustellen.
  2. Zurverfügungstellung von ausreichend Berufskleidung für die Mitarbeiter, damit diese jeden Tag eine frische Bekleidung anziehen können und die Bekleidung nicht zuhause aufbereiten müssen.
  3. Verwendung von Mehrweg Mundschutz und Einweghandschuhen.
  4. Auswahl eines Dienstleisters mit Hygienezertifikat.
  5. Aufstellung von Händedesinfektionsspendern.
  6. Desinfektion der Oberflächen insbesondere Türschnallen, den Küchenbereich und Toiletten.

Die TRSA versucht auch die amerikanischen Behörden dazu zu bewegen entsprechende Richtlinien zu erlassen.

... das Gleiche kann man für jede Kundengruppe erarbeiten.

Was ist der spezielle Bedarf der Kunden?

Wie kann man beim Neustart helfen?

... am einfachsten ist ein Griff zum Telefonhörer und man interviewt 5-10 Kunden in jeder Kundengruppe.

Eine Möglichkeit ist auch ein Mundschutz:


2. Mitarbeiter befragen, was man verbessern kann

Oft hat man im Alltag nicht die Zeit auf die Mitarbeiter ausreichend hinzuhören. Manche habe einmal etwas vor Monaten oder Jahren gesagt, wurden nicht gehört und dann haben sie begonnen mit suboptimalen Bedingungen zu leben.

Im Endeffekt entsteht hier aber eine Unmenge an Verschwendung!

Nehmen Sich sich bewusst Zeit als Führungskraft und sprechen Sie mit möglichst allen Mitarbeitern  bzw. Teams vor Ort und lassen Sie den Mitarbeitern Zeit um sich zu verständlich zu machen.

Sie werden Schätze finden!

Einfach auf eine Massnahmenliste notieren - inkl. dem Namen des Mitarbeiters und die Maßnahmen nach Kosten und Wirksamkeit sortieren und abarbeiten.

Diese vielen kleinen Verbesserungen kosten oft nicht viel und bringen aber insgesamt einen großen Fortschritt und zeigen auch Wertschätzung gebenüber dem Mitarbeiter.

Ermutigen Sie auch Ihre Schlüsselmitarbeiter das gleiche zu tun.

Wenn dann die Aufgaben erledigt sind, kann man dies gemeinsam mit den Mitarbeitern feiern!

3. Verbesserung der Arbeitsplätze (5 S)

Darüber hinausgehend empfiehlt es sich eine Liste aller Arbeitsplätze zu erstellen und nach Wichtigkeit zu ordnen.

Die Arbeitsplätze werden dann einer nach dem anderen von Grund auf optimiert. Alles was nicht mehr benötigt wird, wird entsorgt. Die Arbeitsabläufe werden analysiert und die Arbeitsplätze genau so gestaltet, dass die Mitarbeiter die Arbeiten bestmöglich durchführen können. Das Resultat wird dann mit klaren Markierungen standardisiert.

... dies ist die 5 S Methode aus dem Lean Management kurz zusammengefasst.

Beispiel 5 S in der Wäscherei

Beispiel 5 S in der Wäscherei

Wenn man so alle Arbeitsplätze überarbeitet und standardisiert, sind 5-10% Produktivitätsverbesserung und viel weniger Stressfaktor möglich.

Wenn Sie Unterstützung in der Umsetzung brauchen - einfach einen Telefontermin buchen: link

4. Engpässe optimieren

Fokus auf den Engpass!

Jetzt ist aktuell der Engpass wahrscheinlich das mangelnde Wäschevolumen und vielleicht die Liquidität. In diesem Fall hat dieser Engpass immer die oberste Priorität.

ABER: Was ist der Engpass im Normalbetrieb? Die Waschstraße? Die Mangel? Die Legemaschine?

Es ist auch eine gute Zeit sich genau um diesen Engpass zu kümmern und alle möglichen Verbesserungen zu analysieren um diesen Engpass um 10% und mehr zu verbessern.

5. Maschinen warten und optimieren

TPM (Total Productive Maintenance) ist ein Teil des Lean Managements. Es ist ein Gesamtkonzept, dass auch in der Wäscherei ungemeine Potentiale haben kann.

Gute erste Schritte in diese Richtung sind:

  1. Grundreinigung der Anlage - die Anlage soll wie neu Aussehen. Dies sollte am besten die Techniker, Mitarbeiter und Führungskräfte gemeinsam machen - damit einerseits die Techniker entlastet werden und die Mitarbeiter das richtige Reinigen der Anlage lernen.
  2. Generalüberholung (Gurten tauschen, singende Lager wechseln, ...)
  3. Überarbeitung des Reinigungsplanes. Was muss täglich / wöchentlich / monatlich von wem gemacht werden?
  4. Überarbeitung des Wartungsplanes.
  5. Überarbeitung des Ersatzteillagers für diese Anlage.

6. Dienstleistungen beim Kunden warten und optimieren

Natürlich kann man jetzt einige Kunden nicht besuchen bzw. haben diese keinen Kopf für die Themen der Wäscherei.

Bei anderen Kunden ist dies aber eine sehr gute Zeit die Lager zu checken, mit den Kunden über den Artikelstamm und die Logistik zu sprechen etc.

Dies fördert die Kundenzufriedenheit und bietet Möglichkeiten einer nachhaltigen Verbesserung.

7. Systematische Müllabfuhr

Zum Teil ist dies Thema in den vorangegangenen schon inkludiert.

Es geht generell darum sich zu fragen: Was würden wird heute nicht mehr tun, wenn wir von neuen Beginnen würden.

Dies betrifft alle Bereiche: Artikel, Lieferanten, Kunden, Formulare, Software, Anlagen, Prozesse, Meetings usw.

Einfach eine Liste machen, von all den konkreten Themen, die man nicht mehr fortsetzen möchte und konsequent abarbeiten. Befreit ungemein!

8. UHF RFID umsetzen

Im Gegensatz zu den Erwartungen haben einige Unternehmen vermehrt Anfragen zum Thema RFID gestellt. Dies ist auch nachvollziehbar:

  1. Die Investition von 30-35 Cent in ein Teil, dass ein vielfaches kostet bringt die Möglichkeit die Bestände deutlich zu reduzieren, Miete zu verrechnen und eine Abgeltung für Schwund zu verlangen. Damit kann sich dies bereits in wenigen Monaten amortisieren und Cash generieren.
  2. Das "Nachchippen" ist jetzt im Bereich Hotel viel einfacher möglich. Dies ist eine einmalige Chance mit einer enorm hohen Produktivität das Thema zu erleidigen.

Bei Interesse einfach Kontakt aufnehmen: link

9. Vertragliche Konditionen von Kunden und Lieferanten checken

Dies ist auch eine gute Zeit die Konditionen zu analysieren.

  • Sind die Preise OK?
  • Ist der Artikelstamm noch aktuell?
  • Gibt es Sonderwünsche, die viel Aufwand bewirken?
  • Wie ist die Schwundregelung?
  • Wie ist die Preiserhöhungsklausel gestaltet?

Natürlich kann man nicht mit der Brechstange alle Kunden vor dem Kopf stoßen, aber der Markt ist jetzt in Bewegung und viele Kunden werden verstehen, wenn man das eine oder andere in Zukunft ändern möchte.

10. Online Marketing

Online Marketing ist eine Riesenchance in der Wäschereibranche. Fakt ist, dass dies die wenigsten umsetzen.

Man kann auch als mittelständisches Unternehmen mit relativ geringem Aufwand sehr viel Reichweite generieren und sich als attraktiven Unternehmer positionieren.

Oft dauert es aber 3-12 Monate bis die Suchmaschinen (Google, YouTube, ...) die tatsächliche Listung umsetzen. Wenn man jetzt beginnt, dann erntet man somit 2021 die Früchte ...

Bei Interesse einfach Kontakt aufnehmen: link


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About the author

Christian Wozabal

Über 25 Jahre Branchenerfahrung im Textilservice, davon 10 Jahre in Gesamtverantwortung für 7 Betriebe und 1.100 Mitarbeiter. Besondere Kenntnisse in Strategie, Marketing und Leanmanagement.


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